Fördergurt-Deckplatten und Abriebklassen: Was die Kennzeichnung wirklich bedeutet

Inhaltsverzeichnis
  1. Warum die Kennzeichnung über Monate Standzeit entscheidet
  2. Die Deckplatte: Schutzschicht über der Karkasse
  3. Abriebklassen nach DIN: W, X, Y, Z und was sie messen
  4. W oder X: zwei verschiedene Verschleißarten
  5. DIN, ISO und RMA: dasselbe in drei Sprachen
  6. Sondereigenschaften: öl-, hitze-, flamm- und kältebeständig
  7. Eine Gurtbezeichnung lesen: EP 500/3 4+2 X entschlüsselt
  8. Häufige Fragen

Der Einkäufer eines Betriebs, den ich lange begleitet habe, bestellte den neuen Gurt nach dem alten. Gleiche Breite, gleiche Festigkeit, und die Buchstaben am Ende der Bezeichnung hat er überlesen. Für ihn war das nur eine Zahl mit ein paar Kürzeln dahinter. Der neue Gurt sah aus wie der alte, hielt an der Aufgabestelle aber spürbar kürzer, weil die Tragseite dünner ausfiel und die Deckplatte eine andere Qualität hatte.

Kurz gesagt: Die Deckplatte eines Fördergurts ist die Verschleißschicht über der Karkasse, und die Zeichen in der Kennzeichnung sagen, wie viel sie aushält. Die Abriebklassen nach DIN 22102 heißen W, X, Y und Z. Sie messen unter anderem den Abriebverlust in Kubikmillimetern, und dort gilt: je weniger, desto abriebfester. W steht für feinen, schmirgelnden Abrieb, X für grobe, scharfkantige Brocken. Zusatzbuchstaben wie G oder T kennzeichnen öl- oder hitzebeständige Ausführungen. Wer die Fördergurt-Deckplatte richtig liest, kauft nach Verschleißbild statt nach Optik.
Die Zeichen auf dem Gurt sind kein Zierrat: Sie sagen, wie lange die Deckplatte hält.
Die Zeichen auf dem Gurt sind kein Zierrat: Sie sagen, wie lange die Deckplatte hält.

Warum die Kennzeichnung über Monate Standzeit entscheidet

Die Kennzeichnung auf einem Fördergurt ist so etwas wie das Pflegeetikett im Kragen. Die meisten überfliegen sie, bis einmal etwas eingeht, das nicht eingehen sollte. Beim Gurt geht nichts ein, aber er hält kürzer, und am Anfang sieht ihm das keiner an.

Dabei steht in dieser Zeichenfolge alles Wichtige. Sie nennt die Karkasse, die Festigkeit, die Zahl der Gewebelagen und, das ist hier der Punkt, wie dick die beiden Deckplatten sind und aus welcher Qualität sie bestehen. Trag- und Laufseite werden getrennt angegeben, etwa als Zahlenpaar wie 4 plus 2. Ein, zwei Millimeter weniger auf der Tragseite klingen nach nichts. An einer Aufgabestelle, wo das Material Tag für Tag aufschlägt, sind sie der Unterschied zwischen einem Gurt, der eine Saison übersteht, und einem, der es nicht tut.

Genau das ist dem Einkäufer vom Anfang passiert. Er hat nach Optik nachbestellt, nicht nach der Bezeichnung, und die Optik verrät die Deckplattenqualität nicht. Ein Fördergurt ist keine Ware, die man nach Gefühl nachkauft. Er gehört oft zu den teuersten Einzelteilen der ganzen Anlage, und wer ihn nach dem falschen Kriterium kauft, zahlt den Fehler über die Standzeit ab. Die gute Nachricht: Die Bezeichnung ist lesbar, wenn man weiß, wofür die Zeichen stehen. Genau das gehen wir jetzt durch.

Die Deckplatte: Schutzschicht über der Karkasse

Ein Fördergurt besteht im Kern aus zwei Dingen. Innen liegt die Karkasse, der Zugträger, der die Kraft aufnimmt und den Gurt trägt. Ob das textile Gewebelagen sind oder Stahlseile, ist eine eigene Geschichte und gehört woanders hin. Außen sitzt die Deckplatte, ein Gummiüberzug auf Trag- und Laufseite. Sie trägt keine Last. Sie hält das ab, was auf den Gurt einwirkt.

Das lohnt sich zu trennen, weil die beiden Eigenschaften nichts miteinander zu tun haben. Die Festigkeit sagt, wie viel Zug der Gurt verträgt. Die Deckplattenqualität sagt, wie gut er mit dem Fördergut zurechtkommt, also mit Abrieb, mit Schlägen, mit Schnitten. Ein Gurt kann fest genug und trotzdem falsch bestückt sein, wenn die Deckplatte nicht zum Material passt. Auf dem Papier stimmt die Auslegung dann. Im Betrieb schleift sich die Tragseite ab, lange bevor die Karkasse müde wird.

Deshalb kodiert die Bezeichnung beides getrennt, und deshalb lohnt sich der Blick auf die Deckplattenklasse selbst dann, wenn Festigkeit und Lagenzahl längst feststehen. Die Deckplatte ist die Schicht, an der Sie später den Verschleiß ablesen, und die Klasse ist Ihre Vorentscheidung, wie schnell das geht.

Abriebklassen nach DIN: W, X, Y, Z und was sie messen

Die klassische Systematik im deutschsprachigen Raum ist DIN 22102. Sie prüft die Deckplatte auf drei Kennwerte: die Zugfestigkeit in Megapascal, die Bruchdehnung in Prozent und den Abriebverlust in Kubikmillimetern. Der letzte Wert ist der wichtigste für die Standzeit, und er ist auch der, den man am leichtesten falsch herum liest.

Beim Abriebverlust ist es nämlich wie beim Spritverbrauch: Die kleinere Zahl ist die bessere. Ein Wert von 90 Kubikmillimetern bedeutet, dass die Reibprüfung nur wenig Gummi abgetragen hat. Der Gurt ist also abriebfester als einer mit 250. Wer die Zahlen anders herum deutet und meint, hoch sei gut, greift systematisch zur falschen Klasse.

Klasse Min. Zugfestigkeit Min. Bruchdehnung Max. Abriebverlust Wofür sie gedacht ist
DIN W 18 MPa 400 % 90 mm³ feiner, schmirgelnder Abrieb, bester Abriebwert
DIN X 25 MPa 450 % 120 mm³ grobe, scharfkantige, schlagende Brocken
DIN Y 20 MPa 400 % 150 mm³ normale Betriebsbedingungen, der Allrounder
DIN Z 15 MPa 350 % 250 mm³ einfache, wirtschaftliche Qualität

Ein Blick auf die Tabelle zeigt schon die Falle. Y ist der Standard für normale Bedingungen und ein guter Startpunkt, wenn nichts dagegen spricht. W hat mit 90 Kubikmillimetern den besten Abriebwert, ist bei der Zugfestigkeit aber schwächer als X. Und X hat zwar einen höheren, also schlechteren Abriebwert als W, dafür die höchste Zugfestigkeit und Bruchdehnung von allen. Diese Kreuzung ist kein Druckfehler. Sie ist der ganze Trick, und das nächste Kapitel löst ihn auf.

Weniger Abrieb in mm³ heißt höhere Abriebfestigkeit. Die Klasse ist eine Standzeit-Entscheidung, kein Formkram.
Weniger Abrieb in mm³ heißt höhere Abriebfestigkeit. Die Klasse ist eine Standzeit-Entscheidung, kein Formkram.

W oder X: zwei verschiedene Verschleißarten

Hier liegt der Kern des ganzen Themas, und er hat mir in zwei Betrieben dieselbe Lektion erteilt. Beide hatten denselben Gurt gekauft, beide hatten im Prospekt das Wort abriebfest gelesen, und beide waren mit der Standzeit unzufrieden, allerdings aus entgegengesetzten Gründen.

Der erste Betrieb förderte feinen, harten Sand. Der wirkt wie Schleifpapier und trägt die Deckplatte flächig ab, Umdrehung für Umdrehung, gleichmäßig und leise. Der zweite hatte grobe, scharfkantige Brocken im Gutstrom. Die schmirgeln nicht, die schneiden. Sie reißen Kerben und Schnitte in die Oberfläche, und mit denen kann ein Gurt, der nur auf niedrigen Abrieb ausgelegt ist, wenig anfangen. Derselbe Gurt war für den einen richtig und für den anderen falsch, weil zwei verschiedene Verschleißmechanismen am Werk waren.

Genau das trennen W und X. W bringt den besten Abriebwert und ist damit die Wahl für feines, schmirgelndes Gut. X bringt die höchste Zugfestigkeit und Bruchdehnung und steckt Schnitte, Schläge und Ausbrüche besser weg. Der höhere Abriebwert von X ist dabei kein Nachteil, den man in Kauf nimmt, sondern schlicht die falsche Kennzahl für diese Belastung. Bei groben Brocken stirbt ein Gurt nicht am Abrieb. Er stirbt am Schnitt.

Der Fehler kostet zweimal. Einmal, wenn Sie die abriebbeste Klasse gegen scharfe Brocken einsetzen und sie an Kerben zugrunde geht, obwohl der Abriebwert auf dem Datenblatt gut aussah. Und einmal andersherum, wenn Sie zu einer teureren Klasse greifen, deren Stärke Sie für Ihr feines Gut gar nicht brauchen. Wer nur auf den Preis oder nur auf das Wort abriebfest schaut, adressiert im Zweifel die falsche Verschleißart. Wie sich Deckschicht-Verschleiß am laufenden Gurt im Detail zeigt und welche Gegenmaßnahmen es gibt, ist ein eigenes Kapitel für sich.

Zwei Verschleißbilder: Feinkorn schmirgelt flächig, grobe Brocken schneiden. Dafür gibt es zwei verschiedene Klassen.
Zwei Verschleißbilder: Feinkorn schmirgelt flächig, grobe Brocken schneiden. Dafür gibt es zwei verschiedene Klassen.

DIN, ISO und RMA: dasselbe in drei Sprachen

Wer Datenblätter verschiedener Herkunft vergleicht, stolpert über drei Klassensysteme, die dasselbe meinen und es anders schreiben. Das ist wie mit Meter, Fuß und Yard. Verschiedene Maßsysteme für dieselbe Strecke, und man muss nur wissen, wie man umrechnet.

Neben der klassischen DIN 22102 mit W, X und Y gibt es die internationale EN ISO 14890, die dieselben Deckplattentypen mit H, D und L bezeichnet. Nach Herstellerzuordnung entspricht DIN X ungefähr ISO H, DIN W ungefähr ISO D und DIN Y ungefähr ISO L. Die eigenständigen Zahlenwerte der ISO-Klassen führe ich hier bewusst nicht auf, weil sich nur die Buchstabenzuordnung sauber belegen ließ, nicht eigene Kubikmillimeter-Grenzen. Als Zahlenanker bleiben die DIN-Werte aus der Tabelle oben.

Aus dem US-Raum kommt das System der RMA, heute unter dem Nachfolger ARPM. Auch hier zwei Stufen mit vertauschter Betonung: RMA Grade I steht mit 17 Megapascal und höchstens 150 Kubikmillimetern für Schnitt und Ausbruch, ist also das Gegenstück zu DIN X. RMA Grade II mit 14 Megapascal und höchstens 200 Kubikmillimetern betont den Abrieb für Feinkorn und liegt näher bei DIN W. Die Nachfolgeklassen ARPM Grade 1 und Grade 2 ziehen die Abriebgrenzen mit höchstens 125 beziehungsweise 175 Kubikmillimetern etwas enger.

DIN 22102 EN ISO 14890 RMA / ARPM (US) Worauf die Klasse zielt
X H Grade I / Grade 1 Schnitt und Ausbruch, grobe Brocken
W D Grade II / Grade 2 Abrieb, feines und hartes Feinkorn
Y L Standard normale Betriebsbedingungen

Eine Feinheit ist im Alltag bares Geld wert: Die Quelle merkt an, dass DIN beim Abrieb tendenziell strenger misst und global breiter anerkannt ist. Wenn Sie also ein Angebot mit einer US-Klasse und eines mit einer DIN-Klasse nebeneinander haben, vergleichen Sie nicht nur die Buchstaben, sondern die Kubikmillimeter. Sonst kaufen Sie zwei Gurte, die auf dem Papier gleich klingen und im Betrieb verschieden lange halten.

Sondereigenschaften: öl-, hitze-, flamm- und kältebeständig

Abrieb ist nicht die einzige Zumutung, der eine Deckplatte standhalten muss. Kommt Öl ins Spiel, Hitze, Frost oder Brandgefahr, reicht die reine Abriebklasse nicht mehr, und die Kennzeichnung hängt einen weiteren Buchstaben an. Diese Zusatzbuchstaben stehen für besondere Deckplattenqualitäten:

  • G für öl- und fettbeständig
  • T für hitze- und hochtemperaturbeständig
  • R für kältebeständig bei tiefen Temperaturen
  • K und S für schwer entflammbar und selbstverlöschend
  • E für antistatisch
  • C für chemikalienbeständig

An dieser Stelle muss ich ehrlich sein, und die Quelle ist es auch. Die konkreten Grenzwerte hinter diesen Buchstaben sind nicht durchgängig genormt. Wie warm ein T-Typ dauerhaft laufen darf oder gegen welche Öle ein G-Typ wirklich beständig ist, steht nicht als feste Zahl in einer Norm, sondern ist laut neutraler Fachreferenz zwischen Anwender und Hersteller zu vereinbaren. Deshalb finden Sie hier bewusst keine Temperatur- oder Öl-Grenzwerte in Grad oder Prozent. Wer eine Sonderdeckplatte braucht, nennt dem Lieferanten sein Medium, seine Temperatur und seine Betriebsdauer und lässt sich die passende Ausführung bestätigen. Fragen Sie den Betrieb, nicht den Prospekt, und lassen Sie sich die Grenze schriftlich geben.

Ein Wort zur Sparsamkeit: Jede Sondereigenschaft hat ihren Preis und oft auch einen Nebeneffekt bei einer anderen Eigenschaft. Eine hitzebeständige Mischung verhält sich beim Abrieb anders als eine reine Abriebmischung. Man wählt die Sondereigenschaft, die man wirklich braucht, nicht die längste Buchstabenkette, die der Katalog hergibt.

Eine Gurtbezeichnung lesen: EP 500/3 4+2 X entschlüsselt

Jetzt setzen wir die Teile zusammen. Eine typische Bezeichnung sieht so aus: EP 500/3 4+2 X. Auf den ersten Blick ein Kennzeichen-Salat, in Wahrheit ein Satz mit fünf Aussagen, den Sie von links nach rechts lesen.

Teil Bedeutung
EP Textilkarkasse aus Polyester in Längsrichtung und Polyamid quer
500 Nennfestigkeit des ganzen Gurts, 500 Newton je Millimeter Gurtbreite
3 Anzahl der Gewebelagen
4+2 Deckplatten: 4 mm auf der Tragseite, 2 mm auf der Laufseite
X Abriebklasse der Deckplatte, hier schnitt- und ausbruchfest

Zwei Stellen führen immer wieder in die Irre. Die 500 ist die Nennfestigkeit des ganzen Gurts in Newton je Millimeter Breite, nicht je Lage. Manche Herstellerseiten schreiben das missverständlich, doch die normgerechte Lesart bezieht die Zahl auf den ganzen Gurt. Und das Zahlenpaar 4 plus 2 ist die Angabe, die der Einkäufer vom Anfang überlesen hat. Es sagt millimetergenau, wie viel Gummi auf jeder Seite liegt. Die dickere Zahl steht auf der Tragseite, wo das Material aufliegt und reibt, die dünnere auf der Laufseite, die über die Trommeln läuft.

Damit können Sie eine Bezeichnung lesen wie einen Steckbrief. Zwei Gurte mit gleicher Festigkeit und gleicher Lagenzahl sind eben nicht gleich, wenn beim einen 4 plus 2 und beim anderen ein dünneres Paar steht, oder wenn der eine ein X und der andere ein Y trägt. Das ist keine Geheimwissenschaft, nur Lesearbeit, und sie spart Ihnen beim nächsten Nachbestellen den Fehler, der Monate Standzeit kostet.

Eine Bezeichnung Stück für Stück gelesen: Karkasse, Festigkeit, Lagen, Deckplatten, Abriebklasse.
Eine Bezeichnung Stück für Stück gelesen: Karkasse, Festigkeit, Lagen, Deckplatten, Abriebklasse.
Das Wichtigste in Kürze

  • Die Deckplatte ist die Verschleißschicht über der Karkasse. Ihre Qualität ist getrennt von der Festigkeit zu betrachten und steht getrennt in der Kennzeichnung.
  • Abriebklassen nach DIN 22102 heißen W, X, Y, Z. Der Abriebverlust wird in Kubikmillimetern gemessen, und die kleinere Zahl ist die abriebfestere.
  • W und X trennen zwei Verschleißarten: W ist für feinen, schmirgelnden Abrieb, X für grobe, schneidende Brocken. Die Klasse folgt dem Verschleißbild, nicht dem Wort abriebfest.
  • DIN, ISO 14890 und RMA sind dasselbe in drei Sprachen: DIN X entspricht etwa ISO H, W etwa D, Y etwa L. Beim Vergleich auf die Kubikmillimeter schauen, nicht nur auf die Buchstaben.
  • Zusatzbuchstaben wie G, T, R, K, S, E, C stehen für öl-, hitze-, kälte-, flamm-, antistatik- und chemikalienbeständige Ausführungen. Ihre Grenzwerte sind mit dem Hersteller zu vereinbaren.
  • Eine Bezeichnung wie EP 500/3 4+2 X liest sich von links nach rechts: Karkasse, Festigkeit des ganzen Gurts, Lagen, Deckplattendicken Trag plus Lauf, Abriebklasse.

Häufige Fragen

Was bedeuten die Buchstaben W, X, Y und Z bei einem Fördergurt?

Sie stehen für die Abriebklasse der Deckplatte nach DIN 22102. Y ist der Standard für normale Bedingungen, W hat den besten Abriebwert für feines, schmirgelndes Gut, X ist mit der höchsten Zugfestigkeit für grobe, scharfkantige Brocken gedacht, und Z ist die einfache, wirtschaftliche Qualität mit dem höchsten zulässigen Abrieb. Gemessen wird unter anderem der Abriebverlust in Kubikmillimetern, wobei die kleinere Zahl die bessere ist.

Ist DIN X oder DIN W abriebfester?

Beim reinen Abrieb ist W abriebfester. Es hat mit 90 Kubikmillimetern den niedrigsten zulässigen Abriebverlust, X liegt mit 120 Kubikmillimetern darüber. X ist dafür schnitt- und ausbruchfester, weil es die höchste Zugfestigkeit und Bruchdehnung mitbringt. Für feines Feinkorn wählen Sie also eher W, für grobe, schlagende Brocken eher X.

Wie passen DIN und ISO 14890 zusammen?

Beide beschreiben dieselben Deckplattentypen mit anderen Buchstaben. Nach Herstellerzuordnung entspricht DIN X ungefähr ISO H, DIN W ungefähr ISO D und DIN Y ungefähr ISO L. Belegt ist die Buchstabenzuordnung; als Zahlenanker dienen die DIN-Werte, weil sich eigene Kubikmillimeter-Grenzen der ISO-Klassen nicht sauber bestätigen ließen.

Was heißt ölbeständig oder hitzebeständig bei der Deckplatte?

Das kennzeichnen Zusatzbuchstaben: G steht für öl- und fettbeständig, T für hitze- und hochtemperaturbeständig. Die konkreten Grenzwerte, also welche Temperatur oder welches Öl die Deckplatte verträgt, sind nicht durchgängig genormt, sondern zwischen Anwender und Hersteller zu vereinbaren. Nennen Sie dem Lieferanten Medium, Temperatur und Betriebsdauer und lassen Sie sich die Beständigkeit bestätigen.

Wie lese ich eine Bezeichnung wie EP 500/3 4+2 X?

Von links nach rechts. EP ist die Textilkarkasse aus Polyester und Polyamid, 500 die Nennfestigkeit des ganzen Gurts in Newton je Millimeter Breite, die 3 die Zahl der Gewebelagen, 4+2 die Deckplattendicken mit 4 mm auf der Tragseite und 2 mm auf der Laufseite, und X die Abriebklasse. Damit erkennen Sie auf einen Blick, ob zwei Gurte wirklich gleich sind.

Beim nächsten Nachbestellen die Bezeichnung nicht mehr raten müssen.

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